Die Geschichte Basels 

Erste Siedlungsspuren von Basel weisen auf die mittlere Altsteinzeit hin, also vor etwa 130’000 Jahren, doch der Name «Basel» wird erstmals 374 erwähnt. Wichtige erste Siedlungsschwerpunkte entstehen in der Bronze- und Eisenzeit, etwa die Alte Gasfabrik, die wir heute als den Novartis Campus kennen.  

Zu einem späteren Zeitpunkt findet die Romanisierung von Basel statt unter dem Kaiser Augustus. Diese ziehen dann ab, während sich die Alemannen ausbreiten.  

Im Frühmittelalter wird Basel zu einem bischöflichen Zentrum und gewinnt dadurch an kirchlicher Bedeutung, bis sie dann gegen Ende des 10. Jh. Als Stadt zum Heiligen Römischen Reich stösst.  

Im Mittelalter selbst, sichern sich die Bischöfe die kaiserliche Unterstützung, was sich im Bau des Münsters sichtbar macht, welches 1019 eingeweiht wurde.  Dann wird im 13. Jh. die Rheinbrücke errichtet, sodass das damalige Kleinbasel mit dem ehemaligen Grossbasel vereint wird. Basel gewinnt dadurch zudem an Autonomie gegenüber dem Fürstbischof.  

Noch im selbe Jahrhundert, 1349, trifft die Pest die Stadt sehr schwer…Die Bevölkerung sieht die Juden als die Ursache der Krankheit, die ganz Europa überzieht, und verbrennt sie deshalb alle.  

Die Katastrophe endet nicht da, denn 1356 trifft ein starkes Erdbeben die Stadt und zerstört grosse Teile davon. Daraufhin wird eine neue Stadtmauer gebaut.  

Nach dem Mittelalter führt das Konzil unter anderem dazu, dass die erste Universität der Schweiz gegründet wird im Jahr 1460. Nur einige Jahre später, also 1501, tritt Basel der Eidgenossenschaft bei.  

Später, im frühen 16. Jahrhundert wird Basel zu einem Zentrum des Humanismus. Autoren wie z.B. Albrecht Dürer arbeiten in der Stadt und profitieren stark vom aufblühenden Buchdruck.  

Politisch gesehen übernehmen die Zünfte zwischen 1521 und 1529 die Führung und unter Johannes Oekolampad setzt sich die Reformation durch. Das bedeutet, dass Kloster geschlossen werden, ihre Güter eingezogen werden und katholische Bildwerke, die Symbole des katholischen Glaubens sind, verschwinden im Bildersturm. Somit wird Basel zu einem europäischen Zentrum der Reformation, weshalb es seit 2018 auch den Titel «Reformationsstadt Europas» tragen darf.  

Die Reformation führt unter anderem dazu, dass ab der Mitte des 16. Jh. viele Glaubensflüchtlinge aus den Nachbarsländern Frankreich und Italien einwandern. Sie sind sehr wichtig für die Industrie, denn sie bringen ihr Wissen in der Seidenbandindustrie mit und machen so Basel zu einem wichtigen Standort der Seidenbandproduktion. So entstehen nicht nur neue wirtschaftliche Möglichkeiten, sondern die Stadt entwickelt sich auch international zu einem wichtigen Handelsplatz. Auch aus einem politischen Standpunkt gewinnt Basel an Gewicht: Der Basler Bürgermeister Johann Rudolf Wettstein erreicht am Ende des Dreissigjährige Krieges am Friedenskongress die völkerrechtliche Unabhängigkeit der Eidgenossenschaft. Das ist ein springender Punkt für die Entstehung der schweizerischen Neutralität.  

Neutralität bedeutete aber noch nicht die Abschaffung von Oligarchie… Die Basler Elite übernimmt im 17. Und 18. Jahrhundert mehr und mehr die französische Lebensart und Kultur, was dazu führt, dass Basel zu einer oligarchischen Republik wird, wo nur wenige einflussreiche Familien ein Wort in der Politik haben.  

Glücklicherweise hielt diese Staatsform nicht für immer, denn die Helvetische Revolution Ende 18. Jh. führt zum Zusammenbruch dieser Regierungsform. Nun sind Bürger der Landschaft der Stadtbevölkerung rechtlich gleichgestellt. Allerdings kommt es aber 1833 zu einer Trennung, und zwar spaltet sich die Stadt in die Kantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Diese Spaltung haben wir noch heute.  

Anfangs 19. Jahrhundert entstehen wichtige Institutionen wie die Basler Mission, die weltweit tätig ist und mit unterschiedlichen Kirchen zusammenarbeitet.  

Weiter erreicht und verändert auch die Industrialisierung Basel grundlegend: Die Stadt wird durch Dampfschiffe und Eisenbahnen mit anderen europäischen Zentren verbunden, was sie dazumal zur grössten Industriestadt der Schweiz machte. Vor allem die chemische und Textilindustrie wachsen stark an. Zur selben Zeit entsteht auch ein bedeutungsvoller Finanzplatz mit dem Schweizerischen Bankverein und der Basler Börse. Historisch prägend ist der erste Zionistische Weltkongress in Basel, der den Verlauf zur Gründung des Staates Israels bedeutet.  

Nun, im 20. Jahrhundert angekommen, entwickelt sich Basel zu einem Kern der Wirtschaft und Kultur. Heute ist die Stadt deutlich geprägt von ihrer wichtigsten Branche, und zwar der chemisch-pharmazeutischen Industrie. Jedoch sind es nicht nur Roche und Novartis, die Basel als bedeutungsvolle Stadt so eindrücklich machen, sondern auch der binationale Flughafen EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg, der Neubau des Kunstmuseums, diverse Sportvereine und renommierte Auszeichungen für Architektur, die Basel sogar zu einem Architekturmetropole auszeichnen. 

https://www.bs.ch/schwerpunkte/portrait/im-herzen-europas/geschichte

https://www.hallo-baselstadt.ch/de/kanton-basel-stadt/ueber-basel-stadt