Bloody good preservation
Anatomische Präparate – Den Körper für die Ewigkeit bewahren
Nasskonservierung
- Organe oder Körperteile werden in Flüssigkeit gelegt, meist Formalin oder Alkohol.
- Die Chemikalien stoppen die Verwesung. Das Gewebe bleibt weich und sichtbar.
- Beispiel: Herz oder Gehirn in einem Glas
Trockenkonservierung
- Wasser wird aus dem Gewebe entfernt, z.B. durch Lufttrocknung.
- Besonders für Knochen und Skelette geeignet.
Plastination
- Wasser und Fett im Gewebe werden durch Kunststoff ersetzt.
- Ergebnis: trocken, geruchlos, stabil, sieht realistisch aus.
Korrosionspräparate
- Blutgefässe oder kleinere Kanäle werden mit Kunststoff gefüllt.
- Das restliche Gewebe wird dann weggeätzt.
- So bleibt nur das Gefässnetz sichtbar.
Einbalsamierung
- Körper wird mit Chemikalien behandelt, manchmal auch Harzen oder Ölen.
- Das Ziel ist es, die Verwesung zu stoppen und den Körper möglichst lange zu erhalten.
- Beispielsweise bei Mumien im alten Ägypten.
Gefriertrocknung
- Körperteile werden eingefroren und das Wasser wird dann im Vakuum entfernt.
- So bleibt die Form gut erhalten und das Gewebe ist stabil.
Taxidermie – Tiere konservieren
Die Taxidermie beschäftigt sich mit der Konservierung von Tieren. Ziel ist es, ihr Aussehen oder ihren anatomischen Aufbau möglichst naturgetreu zu erhalten.
Stopfen und Ausstopfen (klassische Taxidermie)
Bei der klassischen Taxidermie wird die Haut eines Tieres konserviert und auf einem künstlichen Körper befestigt. Der Ablauf lässt sich vereinfacht in folgende Schritte unterteilen:
- Häuten: Die Haut wird vorsichtig vom Körper getrennt.
- Reinigen und Konservieren: Fett- und Gewebereste werden entfernt, anschließend wird die Haut behandelt, damit sie nicht verwest.
- Herstellen eines Modells: Aus Schaumstoff, Draht oder anderen Materialien wird ein Körpermodell angefertigt.
- Montieren: Die konservierte Haut wird über das Modell gezogen und in die gewünschte Form gebracht.
- Feinarbeiten: Augen, Ohren und Fell werden ausgerichtet, damit das Tier möglichst lebensecht wirkt.
Objekte und Kunstwerke schützen
Nicht nur biologische Präparate, sondern auch kulturelle und historische Objekte benötigen Schutz vor Alterung und Schäden.
Papier und Bücher
Papier reagiert empfindlich auf Licht, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen. Deshalb werden Bücher und Dokumente häufig in klimatisierten Archiven gelagert. Beschädigte Seiten können restauriert und spezielle Schutzverpackungen eingesetzt werden.
Textilien
Historische Kleidung, Teppiche oder Fahnen werden vor Licht, Staub und Schädlingen geschützt. Oft werden sie liegend gelagert oder auf spezielle Träger montiert, um Belastungen des Materials zu vermeiden.
Gemälde und Skulpturen
Gemälde können mit der Zeit Risse bekommen oder ihre Farben verlieren. Restauratorinnen und Restauratoren reinigen die Werke sorgfältig und stabilisieren beschädigte Stellen. Auch Skulpturen benötigen Schutz vor Umwelteinflüssen und Materialalterung.
